Leder


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Noch weit verbreiteter als die Tierversuche ist echtes Leder, das das ganze Jahr ĂŒber getragen wird.

Viele Menschen wissen, dass echtes Leder mit TierquĂ€lerei verbunden ist und unterstĂŒtzen den Kauf dennoch, dies ist fĂŒr mich unbegreiflich. Allerdings gibt es auch Menschen, die nicht wissen, welche Qualen die Tiere, aufgrund des Leders, erleiden mĂŒssen. Die meisten gehen davon aus, Leder sei nur dann echt, wenn er als echt gekennzeichnet wird und/oder wenn er besonders teuer ist. Dem ist aber nicht so, Leder kann auch sehr billig verkauft werden (beispielsweise durch einen Import aus China) und ist nicht immer als “echt” gekennzeichnet! Außerdem wird meistens nur von Schuhen und Jacken ausgegangen, die mit TierquĂ€lereien verbunden sind, allerdings sind auch z.B. GĂŒrtel oder Portemonnais o.Ă€. mit echtem Leder.

Wird beispielsweise eine Kuh geschlachtet, gehen die meisten Menschen davon aus, dass es dann keine TierquĂ€lerei mehr sei, wenn dann das Leder der Kuh genommen wird, da sie ja ohnehin geschlachtet wurde und nun tot ist. Dem ist aber nicht so, bei vielen KĂŒhen wird die Kuhhaut nicht wegen der Schlachtung zusĂ€tzlich entfernt, sondern sie werden willkĂŒrlich fĂŒr die Haut getötet. Dies geschieht beispielsweise bei KĂŒhen, bei denen die Milchproduktion nachlĂ€sst, ebenso werden die KĂ€lber dieser KĂŒhe getötet fĂŒr das sogenannte Kalbsleder.

Außerdem sind die Haltungsbedingungen grauenvoll, in Indien z.B. ist das Schlachten von KĂŒhen und Rindern in vielen Bundesstaaten verboten, sodass die Tiere erst zu einem anderen Bundesstaat transportiert werden mĂŒssen, meist weit ĂŒber 150 Kilometer. 15 bis 20 Tiere werden auf einen LKW gequetscht, der eigentlich nur fĂŒr 5 bis 6 Tiere vorgesehen wĂ€re! Das heißt, die Tiere haben keinerlei Platz um sich zu bewegen und so stehen die Rinder praktisch ĂŒbereinander, bei der Beengtheit stoßen sie sich unabsichtlich die Hörner ins Fleisch oder trampeln aufeinander herum und verletzen sich so schwer. “Bei diesem Kampf um Platz brechen die Hörner und die Nasenringe reißen aus. Diese Bedingungen der absoluten ÜberfĂŒllung sind ganz besonders grausam bei sengender Hitze, denn Hitzschlag und Erstickungstod sind die Folge.
Viele Tiere sind, wenn sie schließlich am Schlachthof angelangen, so krank und verletzt, dass sie nach drinnen geschleift werden mĂŒssen. Anderen reibt man scharfe Chilipaste und Tabak in die Augen oder bricht die Schwanzknochen durch schmerzhaftes Verdrehen, um sie so wieder auf die Beine zu zwingen. Manchen Tieren hackt man die Beine ab oder hĂ€utet sie bei lebendigem Leibe.” = In vielen LĂ€ndern wird das Tier bei der Schlachtung nicht betĂ€ubt. (Quelle: www.peta2.de, www.peta.de)

Jetzt stellt sich hoffentlich fĂŒr viele die Frage: Woher weiß ich denn dann, wenn die Kennzeichnung und der Preis nicht eindeutig sind, was echtes Leder ist und was nicht?
Eine Kampagne mit dem Namen “Das Label Tod = Wer Pelz trĂ€gt, trĂ€gt den Tod” klĂ€rt darĂŒber auf, wie es möglich ist, echtes Leder von synthetischem Leder zu unterscheiden. Es gibt also einige Tests, die man im GeschĂ€ft vor Ort durchfĂŒhren kann, um sich ganz sicher zu sein.


1) Label

Vorsichtshalber sollte man auf das Label achten, bei dem man sich aber nicht immer 100% sicher sein kann, es seiden darauf steht “echtes Leder” oder “genuine leather”, dann handelt es sich definitiv um echtes Leder! Ist das Leder aber beispielsweise mit keinem Label versehen, sagt das nicht aus, dass das Leder unecht ist.

2) Struktur

“Bei genauerem Hinsehen ist eine unterschiedliche OberflĂ€chenstruktur zu erkennen. Das Kunstleder ist gleichmĂ€ĂŸiger, die Struktur homogener, kleine Unebenheiten, PĂŒnktchen, Poren – was immer die Lederstruktur ausmacht – sind bei Kunstleder einheitlicher als bei echtem Leder.”

3) Merkmale

Handelt es sich um echtes Leder, dann findet man eine leicht aufgeraute Schnittkante. Handelt es sich um Kunstleder, erkennt man das meist an einer glatten Kante.

4) Sich auf die Sinne verlassen

Tastsinn: Kunstleder fĂŒhlt sich eher wie Kunststoff oder Schaum an, als echtes Leder.
Geruchssinn: Einmal daran riechen und der Unterschied zwischen Kunst- und echtem Leder wird leichter.
Hörsinn: Kunstleder macht knautschige GerÀusche.

(Quelle: Das Label “Tod”: https://www.gelabelt.de/)

Danke an die Kampagne fĂŒr die tolle Leistung!