Clickertraining


Was ist “Clickertraining”?


Die Erfindung des Clickertrainings kommt urspr√ľnglich von B. F. Skinner, der eine Ratte darauf konditionierte, immer einen Hebel zu bet√§tigen, um an ihr Futter zu gelangen.Beim Clickertraining wird ein sogenannter “Clicker” verwendet, also ein Ger√§t, das man in der Hand h√§lt und welches einen Knopf besitzt. Bet√§tigt man diesen Knopf, gibt das Ger√§t ein Klickger√§usch von sich. Andernfalls gibt es auch “Target Sticks”, diese beinhalten den gleichen Knopf, allerdings mit einer Art Zeigestab, dem das Tier folgen soll.Durch das Clickertraining kann man Tiere dazu trainieren, ganz einfach Tricks durchzuf√ľhren, wie z.B. (bei Kaninchen) √ľber H√ľrden zu springen, durch Tunnel zu laufen, M√§nnchen zu machen, Slalom zu laufen und vieles mehr. Dies sollte immer ohne Zwang und mit viel Geduld erfolgen, da das Clickertraining nur als Besch√§ftigung dienen soll. Es sollte auch auf keinen Fall au√üerhalb des Hauses (der gewohnten Umgebung) stattfinden, denn das bedeutet nur Stress f√ľr das Kaninchen und das gilt es zu vermeiden, da das Clickertraining, wie schon erw√§hnt, nur zur Besch√§ftigung dienen sollte.

Beim Clickertraining konditioniert man also das Kaninchen darauf, dass immer, wenn ein Klickgeräusch zu hören ist, eine Belohnung folgt (ein Leckerchen). Wenn man dieses Verfahren oft genug anwendet, versteht das Kaninchen irgendwann, dass es bei dem Klickgeräusch etwas richtig gemacht hat und ist von vornherein motiviert, da es weiß, dass es etwas Leckeres gibt.


Vorbereitung


Lieblings- Leckerchen:

Um √ľberhaupt mit dem Clickertraining anfangen zu k√∂nnen, muss man zun√§chst wissen, was das Lieblingsleckerchen des Kaninchens ist. Dies kann Salat sein oder etwas anderes. Beliebteste Leckerchen sind beispielsweise L√∂wenzahn, M√∂hren, Banane (diese eignet sich jedoch nicht so gut, da wenn man t√§glich trainiert, das Kaninchen zu viel Zucker und Kalorien aufnimmt. Au√üerdem kann der Darm bei zu viel Banane Probleme bereiten), Erbsenflocken, Rosinen (auch hier nicht zu oft, diese machen dick), Sonnenblumenkerne (siehe Rosinen) und und und…

M√∂chte man Salat als Leckerchen geben (die gesunde Alternative), sollte man den Salat m√∂glichst nicht als normales Futter anbieten. Clickert man z.B. abends, darf der Salat morgens zur F√ľtterung ganz normal angeboten werden, sollte dann aber zur Abendf√ľtterung nicht mehr auf dem Plan stehen. Kaninchen darf man NIEMALS das Futter ganz verwehren oder streichen! Dies kann lebensgef√§hrlich werden und mit dem Tode enden.

Um herauszufinden, was das Lieblings- Leckerchen ist, legt man mehrere Alternativen nebeneinander und lässt das Kaninchen selbst aussuchen. Das Leckerchen, welches es zuerst frisst, wird sein absolutes Lieblings-Leckerchen sein!

Angewöhnung:

Zunächst sollte man das Kaninchen an das Klickgeräusch gewöhnen, denn da es sich immer noch um geräuschempfindliche Fluchttiere handelt, erschrecken sie leicht bei ungewohnten Geräuschen. Dies macht man, indem man klickt und dem Kaninchen danach sofort (ohne zögern) das Leckerchen reicht. Dies wiederholt man einige Male, sollte das Kaninchen sich vorher erschrecken und wegrennen, sollte man das Angewöhnen beenden und es später oder am nächsten Tag erneut versuchen.


Durchf√ľhrung


Hat sich das Kaninchen an das Klickgeräusch gewöhnt und versteht allmählich, dass nach dem Klicken ein Leckerchen folgt, kann man mit dem eigentlichen Training beginnen.

Wichtig ist bei einer √úbung immer kleine Teilschritte zu machen.
Beispiel bei einer H√ľrde:
1) Erst dem Kaninchen beibringen sich auf die H√ľrde zu st√ľtzen (als Belohnung ein Leckerchen) und wenn es das verstanden hat (das kann auch erst nach 1-2 Tagen der Fall sein),
2) einen weiteren Schritt gehen: Auf die H√ľrde springen.
3) √ľber die H√ľrde springen.

Hilfreiche Informationen und Tipps zum Training mit dem Clicker finden sich in Clickertrainingsb√ľchern. Diese kann man im Internet bestellen, speziell f√ľr Nager und/oder Kaninchen.